Kommt man das erste mal nach Amerika, hat man ständig das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben. Meine Erwartungen, welche sich aus Filmwissen und trivial populären Vorurteilen bilden, wurden zu 100 Prozent erfüllt. Die Art wie die Leute reden, die Autos die sie fahren, der Kleidungsstil, die Kommunikationsart, die gespielte (oder echte?) Coolheit… alles schon gesehen. Kommt hinzu, dass in den USA ebenfalls eine germanische Sprache gesprochen wird und eine protestantische Arbeitsethik herrscht. Summa summarum, ich habe mehr zu erzählen, wenn ich am Wochenende einen Ausflug nach Waldshut mache. Da geht man über die Grenze und hat immerhin das Gefühl, es sei “alles so anders” als in der Schweiz.
Deshalb herrschte an dieser Stelle wohl bisher Funkstille. Gut, ich könnte den geneigten Leser mit Banalitäten aus meinem Alltag langweilen (ich hatte einen Autounfall, das Wetter ist gar nicht so schlecht in Seattle, es hat viele Chinesen, in Amerika essen sie ja gar nicht nur Pommes Frites und Burger…) aber dafür gibt es ja eigentlich das Gesichtsbuch. Wie dem auch sei, falls ich doch noch etwas entdecke, was mich von den Socken bringt, so wird es hier exklusiv publiziert. Keep it real!