…wird einem in Kairo häufig zugerufen. Dazu inhaliert man eine Prise starken Smog und wird beinahe von einem Lada über den Haufen gefahren. Jedoch als gar so schlimm, wie erwartet, entpuppte sich dann Kairo doch nicht. Nach Marokko kann einen wohl kein Land mehr schockieren, was Unfreundlichkeit und Schwindel anbelangt. Da es sich jedoch bei über 40 Grad nicht sehr gut überlegen lässt, ziehe ich mir keine weiteren halbschlauen Sätze aus der Nase, sondern stelle nur einige Fotos zur Schau.
It’s McDonald’s time
Juli 17, 2009Freitags ist hier stets die Hölle los. Dann drohen nämlich die Moscheen aus allen Nähten zu platzen. Es werden Teppiche vor den Moscheen auf die Strassen gelegt und sogar diese sind überfüllt mit betenden Menschen (des wichtigen Geschlechts). Für mich hat dies vorallem eine Konsequenz: Alle Geschäfte und Restaurant schliessen und ich bekomme mein Mittagessen nicht zu meiner gewohnten Zeit. Alle Geschäfte? Alle, bis auf eines: MC Donald’s. Es heisst deshalb jeweils für mich Freitagmittags: It’s MC Donald’s time. Ich, als begeisterter und fanatischer Anhänger der grössten Religionsgemeinschaft der Welt, des Konsumismus, gehe dann in meinen Tempel, welcher auf 20 Grad klimatisiert ist und sanft mit Popmusik beschallt wird, und konsumiere ungestört.
Hast Du seine wahre Schönheit bereits entdeckt?
Juli 10, 2009Weisheiten aus dem Morgenland
Juli 3, 2009Seit einigen Tagen wohne ich nun in Alexandria, in einem Viertel, welches ungefähr 10 Kilometer vom eigentlichen Zentrum entfernt liegt. Alexandria, mit seinen 4 bis 7 Millionen Einwohnern, ist eine Stadt im Nildelta, welche sich geradezu ans Mittelmeer schmiegt. Die 20 Minuten lange Fahrt ins Stadtzentrum, in einem kleinem Minibus , welche einen 20 Rappen kostet, habe ich gerade hinter mir und nun sitze ich in einem schmucken Kaffee in der französischen Botschaft. Fern von allem Strassenlärm und mehr oder wenigen angenehmen Gerüchen, herscht hier eine ruhige Atmosphäre.
Rough, rough, rough
Dezember 17, 2008Waehrend unseres Aufenthalts in Belize haben wir zwei Tage in Hopkins, einem Dorf mit ca. 1000 Einwohnenern im Sueden Belizes, verbracht. Die Mehrheit der Bevoelkerung zaehlt sich zu den Garifunas, Leute mit afrikanischen und amerikanisch indigenen Vorfahren. Am Aussehen erkennt man jedoch die amerikanisch indigenen Einfluesse meist nicht, die Sprache ist hingegen aus Zentralamerika. Obwohl ich noch nie in Afrika war, hatte ich das Gefuehl in Afrika zu sein.
Tikal
Dezember 3, 2008So, nun sind wir in Guatemala angekommen. Schoen da. Die Leute sind irgendwie verchillter als in Mexico. Was mich immer wieder erstaunt, ist die Passivitaet der Verkaeufer. Man will irgend etwas kaufen, spricht den Haendler an und wird sich bewusst, dass es dem Lieben vollkommen egal ist, ob man nun was kauft oder nicht. Von selbst wird man nur sehr selten angesprochen und auf allfaellig Fragen bekommt man oft lapidare Antworten. Man hat das Gefuehl des Verkaeufers Ruhe zu stoeren. Diese Gesinnung macht das Reisen wesentlich angenehmer als in Laendern mit Aggro-Verkaeufern, wie z.B. Marokko (ja, ich muss es immer wieder erwaehnen…).
¿Dondé está el chingado global warming?
November 22, 2008Guanajuato liegt nun ebenfalls hinter mir. Es war schrecklich kalt. Wie bereits erwaehnt, hatte es eine Menge Gringos dort und jeder Zweite war ein Kuenstler. Mit der Zeit wurde auch ich zum Kuenstler, „visual arts“ und „performance“ schienen sehr in Mode zu sein. Seltsamerweise waren all diese Kuenstler ziemlich gleich gekleidet, was ich nicht gerade als kreativ empfand.
Ein Artikel, den es nicht zu lesen lohnt
November 9, 2008Letztes Wocheende war ich in Chihuahua im Norden von Mexiko. Im Allgemeinen hat mir der Norden gut gefallen. Weite Teile sind unbewohnt und man findet fast keine prähistorischen Ausgrabungsstätte. Will heissen, man kann gemütlich in einem Kaffee sitzen, ohne den üblichen „Ich-muss-noch-13-Ruinen-besichtigen-gehen“ Druck zu spüren.
Fear and Loathing in Los Mochis
November 1, 2008Die letzten Tage war ich mit einem Kanadier, einem Englaender und einem Japaner unterwegs. Wir traffen uns in La Paz und reisten dann gemeinsam von Los Mochis nach Chihuahua durch den sogenannten „copper canyon“. Die Zugstrecke durch „la barranca del cobre“, wie diese Schlucht auf Spanisch genannt wird, ist laut Reisefuehrer eine der eindruecklichsten Strecken der Welt, welche man „nie wieder vergessen wird“. Anscheinend soll dieser canyon viermal groesser sein als der „grand canyon“ in den USA (wenn man Reisefuehrer liest ist alles immer das „groesste“, „aelteste“ oder „schoenste“ usw.). Ich werde in der Tat diese Zugreise warscheinlich nicht so schnell vergessen, allerdings weniger wegen der Landschaft, welche jedoch auch eindruecklich war, als mehr wegen der Personen, mit denen ich unterwegs war.
Dummstolz
Oktober 27, 2008Meine Stunden in Oaxaca lassen sich nun an einer Hand abzählen. Eigentlich sollte ich schon weg sein. Zumindest dachte ich dies heute Morgen und fuhr um 6 Uhr zum Flughafen, bloss um zu merken, dass mein Flug nach Toluca (und Baja California letztentlich) um 7 P.M. und nicht um 7 A.M. startet.
Verfasst von gilgamesch
Verfasst von gilgamesch
Verfasst von gilgamesch